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Was ist Geschichte?
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Ansprüchen, Stettin, Golo, Bartholdy, Reflektion, einhergehen, Homosapiens, bewertet, memorierte, aufwachsen, geschehene, Vergegenwärtigung, Hegel, Mitwelt, schwankt, Geschichtswissenschaft, Droysen, bruchstückhafter, Auswahl, gedeutet, Ranke, historisches, Schriftzeugnisse, Jaspers, eingelagert, Gegenstandsbereich, betrachten, Rüsen, gewesen, Christus, Natur
was ist Geschichte
es gibt heute keine allgemeine gültige Definition, die allen                                gerecht werden könnte
Leopold van            (1795–1886)
der Urvater der kritischen                                             
1824, "Man hat der Historia das Amt, die Vergangenheit zu richten, die                zum Nutzen zukünftiger Jahre zu belehren, beigemessen; so hoher Ämter unterwindet sich gegenwärtiger Versuch nicht: er will bloß sagen, wie es eigentlich gewesen."
seine berühmte vier Wörter: "wie es eigentlich               " wurden zum Kredo ganzer Historiker-generationen
mit objektiv überprüfbaren, kritischen Methoden
Johann Gustav                (1808-1884)
deutscher Historiker und Geschichtstheoretiker
Besuch des Gymnasiums in               
Studium der Philosophie und Philologen in Berlin
hörte bei           
von 1827 bis 1829 Hauslehrer von Felix Mendelssohn                   
ab 1829 Lehrer am Berlinischen Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin
"Was in ihr täglich geschieht, wird von keinem Verständigen als Geschichte getan oder gewollt. Erst eine gewisse Art, das Geschehene nochmals zu                     , macht aus Geschäften Geschichte."
er unterschied zwei Aspekten von Geschichte
das Geschehen
die                      des Geschehen
Karl                (1883-1969)
"Wir sprechen zwar von Geschichte der Natur und von Geschichte der Menschen. Beiden gemeinsam ist ein unumkehrbarer Prozess der Zeit. Aber beide sind in Sinn und Wesen verschieden. Die Geschichte der Natur ist ihrer selbst nicht bewusst. Sie ist bloßes Geschehen, das sich bloßes Geschehen, das sich nicht weiß, sondern von dem erst der Mensch weiß."
er unterscheidet
1. chronologisch verbundenen Geschehen durch die            und durch den Menschen
2. die bewusste Wahrnehmung dieses Geschehens durch den Menschen
         Mann (1909-1994)
"Immer hat Geschichte zwei Komponenten: das, was geschehen ist, und den, der das Geschehene von seinem Orte in der Zeit sieht und zu verstehen sucht. Nicht nur korrigieren neue sachliche Erkenntnisse die alten; der Erkennende selber wandelt sich. Die Vergangenheit lebt; sie                  im Lichte neuer Erfahrungen und Fragestellungen." - Golo Mann
Geschichte ist
1. Geschehenes
2. das Nachdenken, das Rekonstruieren, das Erzählen oder das Erforschen das Geschehenen
die Römer unterschieden die                      Dinge, die res gestae, und die Erzählungen davon, die historia rerum gestarum
Geschichte hat zwei Seiten
1. Vergangenheit
die Ereignisse, die Summe dessen was im Laufe der Zeit geschehen ist
richtet sich auf die Vergangenheit
der                                      der Geschichte
Gegenstände sind eigentlich alle Ereignisse im Universum seit dem Urknall
Kosmologie
Erd- und Naturgeschichte
in einer engeren Sinne meint Geschichte vor allem jene Aspekte menschliche Kultur mit der die                        die Umgebung beeinflusst
Archäologie
Ur- und Frühgeschichte
die traditionelle Geschichtswissenschaft beginnt erst mit der Überlieferung der ersten                                 
frühstens, ab der vierten Jahrtausend vor                 
meist aber nach der Buchstabenschrift nach dem Ende der Schriftarmen Dark Ages, ca. dem 8. Jahrhundert vor Christus
2.                                             
Wahrnehmen, Reflektionen und Darstellungen dieses Geschehens
Jörn                      (1938-)
deutscher Historiker und Kulturwissenschaftler
"Geschichte wird Vergangenheit erst, wenn sie als solche                  wird."
die Funktion des Gegenstandsbereich der Geschichte
mehr als eine Definition eines Fachgebietes
der Mensch ist nicht nur ein soziales Wesen, er ist ein                          Wesen
er ist hineingestellt in eine bestimmte Zeit, die wiederum von der Summe ihrer Vergangenheit mitbestimmt wird
da kein Mensch geschichtslos                      kann, entwickelt jeder schon auf seiner persönlichen, chronologischen Erfahrungen heraus ein individuelles Geschichtsbewusstsein
das ganze ist wiederum                        in die Weltgeschichte
jeder ist als historisches Wesen an einem eigenen Horizont mitgeprägt von den Ereignissen an die er sich erinnert oder an die er erinnern will
in der Regel wird das historische Wissen dünner,                                           , je weiter sich die individuelle Erinnerungen in die höhere Ordnungen vorzutasten versucht
der Versuch dieses natürlich, durch erlebte und erinnerte Ereignisse entstandene Geschichtsbild durch Fragen und forschen zu erweitern, ist dann bereits aktives Betreiben von Geschichte im Sinne einer Reflektion vergangene Ereignisse und ihre Auswirkung auf das Individuum
das kann auf unterschiedlicher Weise erfolgen, das Was eines solchen Fragens an die Geschichte, also die                eines besonders interessanten Gegenstandes, das Wieviel, also die Tiefe des Forschens, und das Warum, also die Funktion eines solchen Interesses fügen qualitative und quantitative Aspekte der eigenen Geschichtsbildchen zu
es wird sich durch die Hinzunahme fremde,                      oder erzählte Geschichte verändern
damit wird auch die Erfahrung                       , dass sich zwar die Vergangenheit zählt als Ereignisfolge nicht verändern kann, sehr wohl aber jeder Mensch sein Bild von der Vergangenheit in Abhängigkeit von Qualität und Quantität seine Fragen dauernd verändert.
das ist es was Golo Mann meinte mit "der erkennende Selbst wandelt sich", die Vergangenheit lebt, sie schwankt, im Licht neuer Erfahrungen und Fragestellungen
Geschichtswissenschaft
das Erkenntnisprozess methodisch reflektiert anleiten
sucht nach Ordnen, Strukturen, Mechanismen
wichtet und                 
entwickelt Methoden zur Rekonstruktion und Einordnung der Vergangenheit und ihre Auswirkung auf die Gegenwart
verzahnt methodisch reflektiert Vergangenheit und Gegenwart

People:

Leopold van Ranke (1795-1886)
German historian and a founder of modern source-based history
  • implemented the seminar teaching method in his classroom and focused on archival research and analysis of historical documents
  • set standards for much of later historical writing, introducing such ideas as reliance on primary sources (empiricism), emphasis on narrative history, and especially international politics (Außenpolitik)
  • Ranke rejected the teleological approach to history, by which each period is considered inferior to the period which follows, thus, the Middle Ages were not inferior to the Renaissance, but must be considered on their own terms

Ideas and Concepts:

Golo Mann über Gesichte vom Geschichtskurs heute Abend: "Immer hat Geschichte zwei Komponenten:das, was geschehen ist, und den, der das Geschehene von seinem Orte in der Zeit sieht und zu verstehen sucht. Nicht nur korrigieren neue sachliche Erkenntnisse die alten; der Erkennende selber wandelt sich. Die Vergangenheit lebt; sie schwankt im Lichte neuer Erfahrungen und Fragestellungen."
Der Mensch als historisches Wesen, via meinem Geschichtskurs heute morgen:

"Der Mensch ist nicht nur ein soziales Wesen, er ist ein historisches Wesen. Er ist hineingestellt in eine bestimmte Zeit, die wiederum von der Summe ihrer Vergangenheit mitbestimmt wird. Da kein Mensch geschichtslos aufwachsen kann, entwickelt jeder schon auf seine persönlichen, chronologischen Erfahrungen heraus ein individuelles Geschichtsbewußtsein. Das ganze ist wiederum eingelagert in die Weltgeschichte:Jeder ist als historisches Wesen an einem eigenen Horizont mitgeprägt von den Ereignissen an die er sich erinnert oder an die er erinnern will.

In der Regel wird das historische Wissen dünner, brüchiger, je weiter sich die individuelle Erinnerungen in die höhere Ordnungen vorzutasten versucht. Der Versuch dieses durch erlebte und erinnerte Ereignisse entstandene Geschichtsbild, durch Fragen und forschen zu erweitern, ist bereits aktives Betreiben von Geschichte im Sinne einer Reflektion vergangener Ereignisse und ihrer Auswirkung auf das Individuum. Das kann auf unterschiedlicher Weise erfolgen:das Was eines solchen Fragens an die Geschichte, also die Auswahl eines besonders interessanten Gegenstandes; das Wieviel, also die Tiefe des Forschens; und das Warum, also die Funktion eines solchen Interessens fügen qualitative und quantitative Aspekte der eigenen Geschichtsbilder zu.

Es wird sich durch die Hinzunahme fremder, memorierter oder erzählter Geschichte verändern. Damit wird auch die Erfahrung einhergehen, dass sich zwar die Vergangenheit als Ereignisfolge nicht verändern kann, sehr wohl aber jedem Menschen sein Bild von der Vergangenheit in Abhängigkeit von Qualität und Quantität seine Fragen andauernd verändert.

Das ist es was Golo Mann meinte mit "der erkennende Selbst wandelt sich":die Vergangenheit lebt und schwankt im Licht neuer Erfahrungen und Fragestellungen."
Was ist Geschichte?
Geschichtswissenschaft
Quellen und Quellenkritik